Grundwasser in den Alpen mittels Gravitation messen

Geophysiker Landon Halloran misst mit dem tragbares Gravimeter die Schwerkraft, die bei mehr Wasser im Boden leicht zunimmt.| Foto: Dominik Amschwand
Besonders nach schneearmen Wintern speist alpines Grundwasser die Flüsse, von denen die Wasserversorgung von Millionen abhängt. «Was unterirdisch passiert, ist aber ein grosses Fragezeichen», sagt Geophysiker Landon Halloran von der Universität Neuenburg. Direkte Grundwassermessungen durch Bohrungen seien in den Bergen aufwändig.
Mit seiner Methode geht das nun einfacher und engmaschiger: Ein tragbares Gravimeter misst die Schwerkraft, die bei mehr Wasser im Boden leicht zunimmt. Damit kann er Pegeländerungen auf weniger als zehn Zentimeter messen – genug, um Schwankungen zu verfolgen.