Illustration des Metop-SG-B Wettersatellits im Orbit über der Erde

Erdbeobachtende Satelliten der Esa, wie zum Beispiel der Wettersatellit Metop-SG-B (hier ein Illustration), könnten künftig auch mit Sensoren ausgerüstet sein, die für die militärische Anwendungen nützlich sind. | Foto: Keystone

«Eine kleine Revolution erreicht Horizon Europe», schreibt das Onlinemagazin Science Business Ende 2025. «Das Flaggschiff des Forschungs- und Innovationsprogramms der EU wird nicht länger auf zivile Projekte limitiert sein.» In Zusammenarbeit mit Start-ups und KMU soll die Entwicklung von Technologien gefördert werden, die auch militärisch genutzt werden können, Dual-Use-Forschung genannt. Auch die europäische Raumfahrtorganisation (Esa) definiert ihre Rolle neu. Sie will die Dual-Use-Fähigkeit von zukünftigen erdbeobachtenden Satelliten ausbauen. Die Daten sollen neben zivilen Anliegen wie Umweltschutz auch der militärischen Überwachung dienen. Unter anderem dafür haben die Mitgliedsstaaten das Dreijahresbudget von 17 auf historische 22 Milliarden Euro erhöht. Die Schweiz ist Mitglied der Esa und seit 2025 wieder an Horizon Europe assoziiert.