Viele Freiwillige melden sich nicht, wenn Verlage nach Forschenden für den Peer-Review suchen. Bürogebäude von Relx, dem Mutterkonzern des grössten Wissenschaftsverlags Elsevier. | Foto: ZVG

«Wissenschaftliche Gemeinschaften müssen verstehen, dass sie Mitverantwortung für Peer-Review haben», schreiben drei Forschende der australischen Charles Sturt University im Februar 2026 im Online-Magazin The Conversation. Das wichtige System müsse gerettet werden. In ihrer Umfrage bei Forschenden, die Herausgebende bei Fachzeitschriften sind und dort eingereichte Artikel betreuen, empfanden 55 Prozent die Organisation des Peer-Review als grosse bis sehr grosse Herausforderung. Manche mussten 30 Anfragen für zwei Reviews verschicken. Viele finden hingegen, es sei an den Verlagen, das System zu retten. So schreibt etwa Csaba Szabo, Pharmakologieprofessor an der Universität Freiburg, auf Linkedin, der Aufruf zur Beteiligung am Peer-Review sei «nicht hilfreich». Er meint sogar: «Ich bin nicht einmal sicher, ob es Peer-Review überhaupt braucht.»