Lebererkrankungen könnten Demenz fördern

Gehirne wurden mittels Pet-Scan auf die Alzheimer-Erkrankung untersucht. Die Ursache dafür könnte eine Leberkrankheit sein. | Foto: Matt York / Keystone
«Es ist bekannt, dass eine beeinträchtigte Leberfunktion Auswirkungen auf das Gehirn und kognitive Fähigkeiten hat», sagt die Neurophysikerin Katarzyna Pierzchala von der EPFL. Die Ursache dafür ist noch unklar.
Ihr Team hat die Gehirne von Ratten mit chronischer Lebererkrankung auf frühe Anzeichen von Demenz untersucht. In den Zellen des zentralen Nervensystems fanden sich Ansammlungen von Beta-Amyloid und Tau-Proteinen, was charakteristisch für eine frühe Alzheimer-Erkrankung ist. Auch im Blut wurden Biomarker für Demenz identifiziert.
Dies lässt vermuten, dass Störungen der Leberfunktion auch beim Menschen zum Ausbruch oder Fortschreiten einer Demenz beitragen. Die Leber baut toxische Substanzen ab und könnte eine Rolle bei der Beseitigung von Beta-Amyloid spielen. «Die Berücksichtigung der Lebergesundheit bei Demenz könnte unsere Herangehensweise an neurodegenerative Erkrankungen verändern», sagt Pierzchala.