In Grönland steht die Forschung mittlerweile auf brüchigem Eis

Nicht allein die Gletscher in der Polarregion sind bedroht. | Foto: Ethan Welty
«Die Arktis ist ein zweischneidiges Schwert», fand Wissenschaftsdiplomat Paul Berkman im Auslandfunk Deutsche Welle, als Donald Trump Anfang Jahr seine territorialen Ansprüche auf Grönland immer lauter verkündete. «Sie ist potenziell eine Region globaler Konflikte und potenziell eine Quelle des Weltfriedens.» Rund um die nördlichen Polarregionen arbeiten Forschende aus aller Welt seit Jahrzehnten in Dutzenden Forschungsstationen zusammen, darunter auch die Grossmächte China, Russland und USA sowie Europa.
«Wir fühlen uns ziemlich unwohl», sagte die kanadische Umweltarchäologin Maribeth Murray. Die Spannungen um Grönland hätten dazu geführt, dass Forschende zögern, weitere Projekte in der Region zu planen. Schliesslich mussten sie schon 2022 nach dem Angriff auf die Ukraine erleben, wie wichtige Kollaborationen mit Russland unterbrochen wurden.