Weiche Silikonhaut und Chips bilden Tastsinn

Roboterarme bekommen einen Tastsinn und können dadurch besser mit der Umgebung interagieren. | Foto: Scuola Sant'Anna / Youtube
In der Haut sitzen Hunderttausende von Tastrezeptoren, deren Signale das Gehirn blitzschnell verarbeitet. Dieses System mit konventioneller Elektronik nachzubauen, würde aufwändige Verdrahtungen und riesige Rechenleistung benötigen – deswegen können Roboter bislang zwar hören und sehen, aber nicht tasten. Ein Forschungsteam mit Beteiligung von ETH und Universität Zürich hat nun einen neuen Ansatz entwickelt: Sensoren in einer weichen Silikonhaut registrieren Berührungen, kombiniert mit einem Chip, der Signale in Echtzeit verarbeitet.
Da die Schaltkreise im Chip biologische Neuronen nachbilden, passiert das schnell und energieeffizient. Mit diesem Tastsinn könnten Roboter besser mit ihrer Umgebung interagieren oder zum Beispiel querschnittgelähmte Menschen via Neuroprothesen Druck fühlen.