US-Regierung hindert internationale Forschungszusammenarbeit

Nicht nur sind die USA aus der WHO ausgetreten. Jetzt macht die Regierung Druck auf Forschende, nicht mit Co-Autorinnen im Ausland zusammenzuarbeiten. | Foto: Caro / Bastian Keystone
Die National Institutes of Health (NIH) in den USA haben laut Fachmagazin Science im Mai 2026 gewissen Forschenden informell mitgeteilt, dass sie nicht gemeinsam mit Co-Autorinnen aus ausländischen Institutionen publizieren dürfen, ohne dafür vorgängig eine Bewilligung eingeholt zu haben. Einige Forschende mussten auf bei den NIH eingereichten Publikationslisten die Artikel aus früheren Zusammenarbeiten streichen.
Es gab sogar eine explizite Aufforderung, gewisse Kooperationen ganz einzustellen. Dazu präzisierte das US-Gesundheitsministerium, da gehe es nur um «die Klärung einer alten Richtlinie». Dennoch reagierten viele Forschende. So etwa Britta Glennon, Professorin für Management, im Magazin R&D World: «Niemand kann mir weismachen, dass es keinen Einfluss auf die Produktivität hat, wenn Forschende ihre ausländischen Partner verlieren.»