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Illustration: Ikonaut

4 — Ausgewogen berechnet

Mit der Kombination dieser Daten findet nun ein Algorithmus für jedes Schulhaus einen möglichst ausgewogenen Verteilschlüssel. Der Algorithmus ist regelbasiert, alle Kriterien werden also im Tool festgelegt und sind nachvollziehbar. Zusätzlich berücksichtigt es auch Angaben der Lehrpersonen. Dazu gehören Benotung, Kompetenzen, Fördermassnahmen, Geschlecht und Beziehungen zwischen den Kindern. So kann die Einteilung möglichst fair werden.

3 — Schulwege optimiert

Von den Quartieren führen jeweils unterschiedliche Pfade zu den ­verschiedenen Primarschul- und Oberstufenschulhäusern. Das Tool ermittelt die jeweils kürzesten und sichersten Wege dahin. Die ­Maximallänge des Schulwegs für die Kinder wird dabei von den ­Gemeindebehörden vorgegeben.

2 — Sprachkenntnisse erfasst

Zusätzlich wertet das Tool Angaben zu den Erstsprachen und Deutschkenntnissen der Kinder aus – wie etwa aus dem Kindergarten.

1 — Strassenzüge nach Einkommen

In vielen Gemeinden gibt es eine informelle Segregation in Wohnquartiere mit wohlhabenderen oder einkommensschwächeren Familien. Daraus wiederum resultieren se­­gregierte Schulhäuser. Für mehr Ausgleich zu sorgen, ist kompliziert – aber sehr wichtig. Denn Pisa-Er­hebungen und Längsschnittstudien aus der Schweiz zeigen: Welches Schulhaus und welche Klasse ein Kind besucht, beeinflusst seinen schulischen Erfolg und beruflichen Werdegang – unabhängig von ­individuellen sozialen Benachteiligungen wie Armut. Das Zürcher Start-up Ville Juste will dieses Pro­blem gemeinsam mit Städten und Gemeinden angehen. Es stellt den Behörden – aktuell etwa in Uster – ein Tool zur Verfügung, das Strassenzüge anhand anonymisierter Steuerdaten nach ihrer relativen ­Armutsquote einteilt. Haushalte, die weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens zur Verfügung ­haben, werden als arm kategorisiert.