Molekulares Modell einer Schicht Wasser zwischen zwei Schichten Fett

In der Simulation von minus 75 Grad Celsius ist das Wasser (blau) fest und das Fett (orange) noch flüssig. | Foto: P. Züblin et al. (2026)

Unter bestimmten Bedingungen gefriert Wasser erst weit unter Null. Die dabei ablaufenden physikalischen Prozesse können erklären, wie Mikroben bei Minusgraden überleben. Oder helfen, biologisches Material schonend einzufrieren. Ein ETH-Team hat dies im Labor nachgestellt: Sie bauten eine Schicht Wasser mit nur drei Molekülen Dicke zwischen zwei fettigen Schichten, die Zellmembranen ähneln. Bei Abkühlung auf minus 75 Grad Celsius verhielt sich das Wasser unerwartet: Es wurde schon fest, während die fettigen Schichten noch flüssig blieben. In der Anordnung bildeten sich zudem keine Eiskristalle, sondern amorphes Eis, das Gewebe weniger schädigt.

P. Züblin et al.: Resolving liquid-to-glass transitions of water under soft nanoconfinement. Nature Communications (2026)