Diskriminierung
Afrika bestraft für Omikron-Entdeckung

Im Labor der Botswana-Harvard Aids Institute Partnership wurde 2021 die Variante Omikron des Coronavirus identifiziert. | Foto: Jon Hrusa / Keystone
Virologe Sikhulile Moyo aus Zimbabwe und Wissenschaftsredaktorin Kim Waddilove aus Südafrika erinnerten am diesjährigen Symposium Africa Biennial Biosciences Communication an die schwierige Situation der Wissenschaft vor Ort in der Covid-19-Pandemie. Moyo gehörte 2021 zu den Forschenden, die die Variante Omikron erstmals öffentlich beschrieben. Nach der Verkündung der Entdeckung erliessen Länder weltweit Reiseverbote für Länder im Süden Afrikas. Auf Al Jazeera sagte Moyo damals: «Wir sollten nicht dafür bestraft werden, dass wir unsere Daten transparent mit der Welt teilen.» Waddilove fand an der Biennale: «Afrikas wissenschaftliche Führungsrolle wurde nicht anerkannt. Stattdessen wurde es ganz im Sinn des kolonialen Stereotyps beschuldigt, der Kontinent sei Ursprung globaler Pandemien.»