Kommerzielle Mykorrhiza-Produkte versagen im Test

Die hellblau eingefärbte Wurzel ist eine Symbiose mit einem Pilz eingegangen. Die dunkelblauen Kugeln sind Pilzsporen, die feinen Fäden das Pilzgeflecht. | Foto: Raphaël Boussageon
Gewisse Pilze gehen mit den Wurzeln von Pflanzen eine Symbiose ein und bilden eine Mykorrhiza, was die Aufnahme von Nährstoffen verbessert. Das Einbringen der Pilze in den Acker könnte die Erträge auf natürliche Weise steigern. Die Uni Zürich und Agroscope beschäftigen sich deswegen mit dieser vielversprechenden Methode. «Wir wollten abklären, was es überhaupt schon gibt», sagt Raphaël Boussageon. Er testete sechzehn für Landwirtschaft und Garten verkaufte Produkte, die Sporen oder sporenhaltige Wurzelstücke enthalten sollen.
Ernüchterndes Resultat: Einige enthielten gar keine Mykorrhiza. Nur drei besiedelten die Wurzeln und förderten das Wachstum. Er bemängelt fehlende Qualitätskontrollen. Die Forschenden haben nun ein eigenes Produkt entwickelt.