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Illustration: Ikonaut

3 — KI entschlüsselt die Geräusche

Die Software wandelt die Tonspur in eine grafische Darstellung der Frequenzen im zeitlichen Verlauf um, in ein Spektrogramm. Die Bilder werden durch eine KI ausgewertet, die die Stimmenmuster den Tier­arten zuordnet und so bestimmt, welche Arten durch das untersuchte Gebiet ziehen (A).

Oder es lassen sich Rückschlüsse auf stille Elemente ziehen: Die Präsenz eines Eisvogels deutet zum Beispiel auf frisches Wasser und bestimmte Fischarten hin (B).

Mit der Technologie lassen sich auch die Auswirkungen von ­Solar- oder Windenergieanlagen untersuchen, indem das Vorkommen der Tiere vor und nach der In­stal­lation bestimmt wird (C).

Das Start-up feilt nun an seinem Algorithmus, um die Tiere nicht nur identifizieren, sondern auch verstehen zu können – wobei etwa Warn-, Jagd- oder Paarungs­rufe unterschieden werden.

2 — Autonome robuste Kiste

Der Sensor hat vier Mikrofone. Damit lassen sich Hintergrundgeräusche herausfiltern und die Richtungen der Schallwellen bestimmen. Energie liefert ein sicherer Akku mit über 900 Stunden Laufzeit, der von einem Solarpanel gespeist wird. Ein 4G-Sender übermittelt die Daten kontinuierlich an die Cloud. All dies ist in ein robustes Gehäuse eingebaut, das Frost, Regen oder auch herabfallenden Ästen standhält.

1 — Überwachung 24/7

Um die Tierwelt in unseren Wäldern oder Bergen umfassend zu beobachten, bräuchte es Expertinnen und Experten, die Tag und Nacht und bei jedem Wetter auf der Lauer liegen. Abgesehen von den praktischen Herausforderungen würde die Anwesenheit von Menschen die Tiere stören. Das EPFL-Start-up Synature setzt nun auf die Untersuchung von Ökosystemen anhand von Geräuschen der Fauna. Dafür entwickelt es ein System, das mehrere tausend Arten identifizieren kann, mit einer Reichweite von bis zu drei Kilo­metern für die stimmgewaltigsten Arten wie Wölfe.